1. AHA und Retinol: So wirken sie!

AHAs sind Säuren, die für den Einsatz in der Kosmetik üblicherweise aus Fermentation oder synthetisch gewonnen werden. Die Abkürzung AHA steht für Alpha-Hydroxy-Acids (Alpha-Hydroxysäuren).

  • Sie sorgen für einen geglätteten, frischen Teint, da sie durch ihren Peeling-Effekt alte Hautzellen von der Hautoberfläche entfernen [1].
  • Sie unterstützen einen einheitlichen Hautton. Indem neue, gleichmäßig pigmentierte Zellen an die Oberfläche geraten, werden Pickelmale und Verfärbungen langfristig reduziert [1].
  • Sie sind echte Slow-Aging-Secrets, weil sie steigernd auf die Kollagenproduktion wirken können und auf diese Weise ein jugendliches, straffes Hautbild fördern [1].

Diese AHA-Säuren sind die häufigsten:

  • Glykolsäure (kommt in Zuckerrohr vor)
  • Milchsäure (kommt in saurer Milch vor, wird für Wirkstoffkosmetik aber in der Regel aus veganen Quellen durch Fermentation gewonnen)
  • Apfelsäure (kommt in Äpfeln vor)
  • Mandelsäure (kommt in Bittermandeln vor)
  • Zitronensäure (kommt in Zitrusfrüchten vor)
  • Weinsäure (kommt in Weintrauben vor)

Gut zu wissen: Die AHA-Säuren in deinen Kosmetikprodukten kommen nicht aus Zitronen, saurer Milch & Co.! Moderne Wirkstoffkosmetik nutzt innovative Verfahren (zB. den Prozess der Fermentation) für ihre Gewinnung.

Retinol ist dagegen ein kraftvolles Antioxidans. Wie Tretinoin gehört es zu den Retinoiden. Diese sind wiederum Formen von Vitamin A, die zu den am besten untersuchten Hautpflege-Inhaltsstoffen gehören.

  • Retinol hits the spot. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wendest du Retinol langfristig an, kann es das Erscheinungsbild von Pigmentflecken reduzieren, da es die Produktion des körpereigenen Farbstoffs Melanin beeinflusst.
  • Retinol hält jung. Es stimuliert die Kollagenproduktion der Haut, kurbelt die Zellerneuerung an [2] und gilt als der Hautpflege-Inhaltsstoff mit dem effektivsten Faltenradierer-Effekt überhaupt.
  • Retinol wirkt mattierend und klärend. Das liegt an seinen talgregulierenden Eigenschaften und daran, dass es wie ein Boost auf die Zellerneuerung wirkt. Weil alte Hautzellen schneller abtransportiert werden, sinkt das Risiko für verstopfte Poren und Unreinheiten [2].

AHA und Retinol zusammen zu verwenden, hat viele Vorteile, da sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig ergänzen. Das beweisen sogar Studien [3]. Um dir die vollen Benefits beider Wirkstoffe zu bieten, enthält unsere Retinol Serie sowohl speziell verkapseltes Retinol, als auch milde Milchsäure – eine AHA.

Doch Vorsicht: Die Kombination der beiden Inhaltsstoffe auf eigene Faust ist eine weniger gute Idee. Insbesondere dann, wenn rezeptpflichtiges Retinol im Spiel ist.

2. Wann du AHA und Retinol nicht miteinander kombinieren solltest!

Die Kombination von AHA und Retinol ist ein No-Go, wenn du beide in sehr hohen Konzentrationen verwendest. Denn in diesem Fall kann jeder dieser Wirkstoffe bereits für sich genommen zu Nebenwirkungen wie Trockenheit, irritierter oder juckender Haut führen.

Hochdosiertes, rezeptpflichtiges Retinol darf nur auf ärztlichen Rat angewendet werden. Verwendest du eine verschreibungspflichtige Retinol Creme, solltest du dich vor der Anwendung von AHAs und anderen aktiven Hautpflege-Wirkstoffen an deine*n Dermatolog*in wenden.

Auch wenn du sehr empfindliche Haut hast, raten wir von der Kombination hochkonzentrierter AHAs und Retinol ab. Entscheide dich stattdessen für einen Wirkstoff und integriere diesen mithilfe einer langsamen Eingewöhnungsphase in deine Pflegeroutine.

3. AHA und Retinol in einer Routine? So machst du es richtig!

Gehörst du zu den Beauty-Addicts, die am liebsten keinen Anti-Aging-Wirkstoff verpassen möchten? Wir zeigen dir, was du beim Layering beachten solltest, wenn du Nebenwirkungen vermeiden und die beiden Wirkstoffe in verschiedenen Produkten anwenden möchtest.

  • Gib’ deiner Haut Zeit. Langsam angehen, heißt hier die Devise. Gewöhne deine Haut erst langsam an den einen Inhaltsstoff, indem du die Anwendungshäufigkeit von einmal pro Woche kontinuierlich auf dreimal pro Woche steigerst. Kommt deine Haut damit zurecht, kannst du den anderen Wirkstoff an den freien Tagen benutzen. Was uns zum nächsten Punkt bringt.
  • Verwende Retinol und AHA nicht am selben Tag. Grundsätzlich ist es ratsam, hochdosierte AHAs und Retinol auseinanderzuhalten. Benutze die beiden Wirkstoffe jeweils abwechselnd an verschiedenen Nächten und beobachte, wie gut deine Haut diese Routine toleriert.
  • Trage Retinol nach AHA auf. Wenn es dir wichtig ist, AHA und Retinol in einer Routine zu verwenden, plane eine Wartezeit von mindestens einer Stunde ein, bevor du Retinol nach AHA anwendest.

Die Kombination von AHA und Retinol geht übrigens auch ohne Layering. Sowie ohne langwierige Eingewöhnungsphasen und unerwünschte Nebenwirkungen. Nämlich dann, wenn du auf Produkte setzt, die bereits eine optimal aufeinander abgestimmte Dosierung der beiden Wirkstoffe enthalten.

Wir kombinieren Milchsäure (eine sanfte AHA) und speziell verkapseltes (besonders mildes) Retinol im COSPHERA Retinol Serum und der Retinol Creme.

Das bringen AHA und Retinol, wenn du sie zusammen verwendest!

Retinol und AHAs unterstützen das Slow-Aging. Dabei hat jeder Wirkstoff seine eigenen Stärken. Gleichzeitig können sie gegenseitig ihre Wirkung verbessern, wenn sie richtig kombiniert und angewendet werden.

  • Retinol wirkt in der Tiefe auf die Hautzellen, wo es die Zellregeneration und -erneuerung anregt. Es stimuliert sozusagen die Bildung neuer, frischer Haut [2].
  • AHAs kommen auf der Hautoberfläche ins Spiel. Dort tragen sie dazu bei, alte, abgestorbene Zellen zu entfernen. Diese ‘Grundreinigung’ verleiht fahlem Teint neues Strahlen [4].

Weil sowohl AHAs, als auch Retinol auf die Kollagenbildung wirken [2] [4], können sie dir im Doppelpack fantastische Anti-Aging-Power liefern, wenn du beide Wirkstoffe in deinem Pflegeprogramm verwendest.

4. Warum Layering in der Hautpflege nicht immer eine gute Idee ist!

Kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung. Was es damit auf sich hat? Um das zu verstehen, hilft es vielleicht, sich vor Augen zu halten, dass aktive Wirkstoffe in unserer Haut komplexe biochemische Prozesse auslösen. Außerdem reagieren sie auf- bzw. miteinander. Auch der pH-Wert verschiedener Inhaltsstoffe, ihre Löslichkeit in Wasser oder Fett, und die unterschiedliche Molekülgröße verschiedener Substanzen sind Anhaltspunkte dafür, wie gut (oder schlecht!) sie jeweils in der Hautpflege zusammenpassen und auf die Haut wirken.

Kein Wunder, dass hinter der Entwicklung stabiler und optimal aufeinander abgestimmter Kosmetikprodukte eine ganze Reihe von Experten steckt, die sich genau mit diesen komplizierten Themen auskennen.

Selbst verschiedene aktive Wirkstoffe in der eigenen Hautpflege-Routine zu kombinieren, ist deshalb nicht immer eine gute Idee. Damit es nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Hautreizungen kommt, raten wir dir, entweder Produkte aus der gleichen Pflegeserie zusammen zu verwenden oder dich zu Kombinationen aus Eigenkreation beraten zu lassen.

Dabei, wie du die COSPHERA Produkte in deine Routine integrieren kannst, stehen wir dir übrigens gerne beratend zur Seite. Kontaktiere uns einfach telefonisch +43 670/400 1445 oder sende uns eine E-Mail an support@cosphera.net

Fazit: Es kann sich lohnen, AHA und Retinol zusammen zu verwenden!

Solange du bei der Anwendung von AHA und Retinol darauf achtest, keine allzu hohen Konzentrationen zu verwenden und die beiden nicht zur exakt gleichen Zeit in deine Routine zu integrieren, kannst du die beiden zusammen in deinem Pflegeprogramm nutzen.

Vorsicht ist bei empfindlicher Haut geboten. Hier kann es – gerade bei verschreibungspflichtigen Retinoiden – schnell zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen.

Die Alternative fürs Layering: Nutze ein Pflegeprodukt, indem beide aktive Wirkstoffe in optimaler Dosierung enthalten sind. So kannst du ganz unkompliziert von den Vorteilen der beiden Pflege-Wunder profitieren.

Jetzt die COSPHERA Retinol Serie mit glättender AHA und regenerierendem Retinol im Shop entdecken!

[1] Tang, Sheau-Chung, and Jen-Hung Yang. “Dual Effects of Alpha-Hydroxy Acids on the Skin.” Molecules (Basel, Switzerland) vol. 23,4 863. 10 Apr. 2018, doi:10.3390/molecules23040863

[2] Zasada, Malwina, and Elżbieta Budzisz. “Retinoids: active molecules influencing skin structure formation in cosmetic and dermatological treatments.” Postepy dermatologii i alergologii vol. 36,4 (2019): 392-397. doi:10.5114/ada.2019.87443

[3] Chandrashekar, B S et al. “Retinoic acid and glycolic acid combination in the treatment of acne scars.” Indian dermatology online journal vol. 6,2 (2015): 84-8. doi:10.4103/2229-5178.153007

[4] Kornhauser, Andrija et al. “Applications of hydroxy acids: classification, mechanisms, and photoactivity.” Clinical, cosmetic and investigational dermatology vol. 3 135-42. 24 Nov. 2010, doi:10.2147/CCID.S9042