1. In Kürze: Wie wirken Enzyme gegen Entzündungen?
Fast kein Prozess in unserem Körper funktioniert ohne Enzyme: Sie sind die Motoren chemischer Reaktionen. Dazu gehören die Verdauung oder der Abbau von Abfallstoffen nach Entzündungen.
Chronische Entzündungen sind die Wurzel vieler Beschwerden im ganzen Organismus.
Pflanzliche Enzyme versprechen hier Abhilfe. Sie gelten als sanfte Alternativen zu klassischen Entzündungshemmern. Das tun sie genau:
- Enzyme wie Bromelain und Papain regulieren die Entzündungsreaktion des Körpers. Anders als chemische “Schmerzstopper” kontrollieren sie Entzündungen, ohne das Immunsystem zu unterdrücken [1].
- Enzyme helfen, das Gewebe nach Entzündungen zu reinigen: Sie spalten bestimmte Entzündungsstoffe auf, die für Schwellungen sorgen.
- Weil Enzyme die Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen regulieren, dämpfen sie übermäßige Entzündungsreaktionen auf sanfte Weise.
Viele Sportler*innen nehmen nach Verletzungen Enzyme ein: Sie helfen, verklebte Eiweiße in Blut- und Lymphgefäßen zu lösen. So klingen Schwellungen und Schmerzen schneller ab. Durch den Abbau von Entzündungsstoffen und weil pflanzliche Enzyme insgesamt ausgleichend aufs Immunsystem wirken, sinkt auch der Druck auf Nerven im betroffenen Gewebe. Das hat einen schmerzlindernden Effekt.

Enzyme können nach Verletzungen den Heilungsprozess unterstützen und Schwellungen mindern.
2. Laut Studien: Diese Mechanismen machen Enzyme für die Heilung unverzichtbar
Pflanzliche Enzyme können durch insgesamt fünf Mechanismen Entzündungsprozesse beeinflussen:
- Abbau von Entzündungsstoffen.
Nach einer Entzündung bleiben im Gewebe oft Eiweißreste, abgestorbene Zellen und Fibrin (ein Eiweiß) zurück – das macht das Gewebe geschwollen und zäh. Enzyme wirken hier wie Aufräumhelfer: Sie spalten diese Eiweiße auf [2]. Schwellungen und Druck gehen zurück, das Gewebe wird nun wieder besser durchblutet.
- Einfluss auf Entzündungsreaktionen.
Enzyme beeinflussen die Ausschüttung und Aktivität bestimmter Entzündungsbotenstoffe wie Zytokine [3]. Aber sie schießen dabei nicht übers Ziel hinaus: Die gute Entzündungsreaktion bleibt erhalten – nur die Übertriebene wird gemildert.
- Schnellere Regeneration.
Nach Entzündungen und Verletzungen staut sich durch Eiweißreste in Blut- und Lymphgefäßen Flüssigkeit an. Es kommt zu Schwellungen. Enzyme lösen diese Eiweißreste [1], sorgen so für einen besseren Nährstoffaustausch, den Abtransport von Flüssigkeit, weniger Schmerzen – und eben eine schnellere Regeneration.
- Unterstützung des Immunsystems.
Im Gegensatz zu klassischen Entzündungshemmern haben Enzyme eine ausgleichende Wirkung auf das Immunsystem. Reagiert es über – zB bei chronischen Entzündungen – dämpfen sie es. Ist die Immunreaktion zu schwach, wirken sie dagegen aktivierend.
- Positiver Einfluss auf die Verdauung.
Eiweißspaltende Enzyme wie Bromelain können bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa lindernd wirken. Denn es kann Proteine abbauen, die Entzündungen im Darmgewebe fördern. In einer neueren Studie wurde bei Patient*innen, die täglich 400 mg Bromelain einnahmen, eine signifikante Verringerung der Krankheitsaktivität im Vergleich zur Placebo-Gruppe gemessen [4].

Bromelain kann bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen entzündungsfördernde Proteine abbauen und die Krankheitsaktivität senken.
Exkurs: Was passiert bei einer Entzündung überhaupt im Körper?
Eine Entzündung ist die Antwort deines Immunsystems auf ein Problem im Körper. Ihr Ziel: Schadensbegrenzung, Aufräumarbeiten und Reparatur. Dass dein Körper mit der Abwehr-Arbeit begonnen hat und eine Entzündung im Gange ist, bemerkst du an folgenden Anzeichen:
- Rötung, da nun mehr Blut zur “Problem”-stelle kommt
- Wärme, durch die verstärkte Durchblutung
- Schwellung, weil Plasma und Abwehrzellen in das Gewebe austreten
- Schmerz, da die Schwellung auf die Nerven drückt und Botenstoffe die Nerven reizen
- und Steifheit (ein Ergebnis der Schmerzen und Schwellung der betroffenen Körperstelle).
Diese sogenannten Kardinalsymptome sind direkte Folgen des Abwehrprozesses, der gerade in deinem Körper passiert [5].
3. Pflanzliche Enzyme gegen Entzündungen im Überblick: Welche Vorteile haben sie?
Pflanzliche Enzyme sind in der Regel Proteasen, also eiweißspaltende Enzyme. Sie werden aus Pflanzenteilen gewonnen. Zu ihnen gehören Bromelain (aus der Ananas) und Papain (aus der Papaya).
Enzyme aus tierischen Quellen stammen dagegen (Achtung, Triggerwarnung!) aus Organen von Tieren. Chymosin (auch bekannt als Rennin) wird zB aus dem vierten Magen junger Rinder, Schafe oder Ziegen gewonnen. Es wird in der Käseherstellung verwendet.
4 Gründe, warum pflanzliche Enzyme besser sind
Der ethische Aspekt ist wohl der wichtigste: Wer pflanzliche Enzyme gegen Entzündungen nutzt, kann dabei zu 100 % auf tierische Quellen verzichten.
- Sie sind besser verträglich. Weil sie aus Pflanzen gewonnen werden, gelten Bromelain, Papain & Co. im Vergleich zu tierischen Enzymen als verträglicher.
- Sie sind stabiler. Weil sie über große Temperatur- und pH-Bereiche eine gute Aktivität zeigen, werden sie für ihre gute Bioverfügbarkeit geschätzt [6].
- Sie sind bekannt für natürliche Entzündungshemmung. Pflanzliche Enzyme sind hier weiter verbreitet und werden häufiger eingesetzt als tierische Proteasen.
- Sie haben belegte Effekte gegen Entzündungen. Dass sie Entzündungsmarker reduzieren und immunmodulierend wirken können, gilt als bewiesen [1].
Das sind die bekanntesten pflanzlichen Enzyme
Bromelain
Zur Wirkung von Bromelain gegen Entzündungen gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Forschungsarbeiten. Es verbessert die Regeneration, hemmt die Ausschüttung von Entzündungsstoffen und wirkt regulierend auf die Immunantwort des Körpers [7] [8]. Insgesamt hat Bromelain deshalb einen großen Anwendungsbereich: Entzündliche Darmerkrankungen, Knie-Arthrose und Gelenkbeschwerden sowie Nasennebenhöhlenentzündungen und Weichteilverletzungen.

Das aus Ananas gewonnene Enzym Bromelain wirkt entzündungshemmend und wird vielseitig bei Entzündungen und Verletzungen eingesetzt.
Bromelain hilft laut Studien, Entzündungsschübe der chronischen Darmerkrankung Colitis ulcerosa zu mildern [4], indem es die gereizte Darmschleimhaut beruhigt. Und: Es unterstützt den Körper bei der Eiweißverdauung [9]. Darüber hinaus wirkt Bromelain entzündungshemmend und schützend auf das Darmgewebe [10].
Papain
Das Papaya-Enzym ist traditionell als entzündungshemmender Stoff bekannt. Die Forschungslage zur Wirkung beim Menschen ist jedoch noch begrenzt. Bisher weiß man: Papain hat eine abschwellende und schmerzlindernde Wirkung [11]. Vermutlich, weil es den Flüssigkeitsabfluss erleichtert, indem es alte Gewebereste entfernt und hemmend auf den Schmerzbotenstoff Bradykinin wirkt.
Ganz genau haben wir uns die Papain-Wirkung in unserem Artikel 5 studienbasierte Fakten über Papaya-Enzyme angesehen.
Trypsin
Mittlerweile kann es aus Pflanzen hergestellt werden, aber: Trypsin stammt eigentlich aus tierischem Gewebe. Wie Bromelain und Papain gehört Trypsin zu den Proteasen. In Studien, die sich mit der Kombination verschiedener Enzyme gegen Entzündungen und Arthrose beschäftigen, wird immer wieder auch Trypsin genutzt [12] [13].
4. Bromelain: Die Wirkung bei Entzündungen unter der Lupe
Bromelain ist das wohl bekannteste Enzym bei Entzündungen – und deshalb besonders gut erforscht. Wir sehen uns die Wirkmechanismen genauer an.
Studien zeigen: Bromelain
- ist entzündungshemmend
- wirkt abschwellend
- reguliert die Blutgerinnung
- lindert Schmerzen effektiv
und ist in seiner Wirkung mit synthetischen Entzündungshemmern vergleichbar – hat jedoch deutlich weniger Nebenwirkungen.
Die Forschungslage: Darum ist Bromelain bei Entzündungen so sinnvoll
Entzündungshemmende Wirkung
Bromelain reduziert nachweislich Entzündungsmarker. Zu diesem Schluss kommen Studien, die die Wirkung von Bromelain auf Zellkulturen untersuchten [14]. Sie belegen: Bromelain hemmt Entzündungs-Signalwege, die bei chronischen Entzündungen eine wichtige Rolle spielen. Zum Beispiel bei Darmerkrankungen (siehe oben) und Arthrose. Das könnte auch für weitere entzündungsbedingte Prozesse wie das Entstehen von Tumoren relevant sein.
Abschwellende Effekte
Schwellungen (zB nach OPs) sind mit Entzündungsprozessen verknüpft. Indem Bromelain Entzündungsmarker beeinflusst, hat es nachweislich auch abschwellende Effekte: Bei Patient*innen, die nach einer Weisheitszahn-OP Bromelain eingenommen hatten, war die Schwellung signifikant geringer, als bei der Kontrollgruppe [15].
Bromelain kann Gerinnungsprozesse beeinflussen
So fand eine Studie an Diabetiker*innen heraus: Bromelain hat einen Effekt auf das Gerinnungsprotein Fibrinogen [16]. Dessen Spiegel steigt zB bei Entzündungen an und ist generell wichtig für die Blutgerinnung. Indem Bromelain Fibrinogen abbaut, kann es die Entzündungsreaktion des Körpers abschwächen und auf diese Weise entzündungshemmend wirken.
Hilft natürlich gegen Schmerzen
Die schmerzlindernde Wirkung von Bromelain ist laut Studien mit klassischen Entzündungshemmern vergleichbar – zumindest in bestimmten Fällen. Besonders für operative Eingriffe im Mund, wie die Weisheitszahnentfernung, kommen mehrere Studien zu dem Schluss: Bromelain könnte eine sichere und potente Alternative zu herkömmlichen Entzündungshemmern sein, um Schmerzen nach einer OP zu behandeln [17] [18].
Das sind die häufigsten Anwendungsgebiete von Bromelain
Als eines der bekanntesten Enzyme gegen Entzündungen wird Bromelain in vielen Bereichen erfolgreich eingesetzt:
- Gelenkentzündungen. Die Gabe von 500 Milligramm Bromelain verbesserte Schmerz, Steifheit und Gelenkfunktion bei Patient*innen mit Knie-Arthrose [19]. Auch in Kombination mit dem Enzym Trypsin verbesserten sich Schmerzen und Funktion [20].
- Sportverletzungen und Schwellungen. Da Bromelain entzündungshemmend und abschwellend wirkt, wird es gerne zur Heilungsunterstützung nach Sportverletzungen eingesetzt. Einige Studien legen positive Effekte nach Muskelschäden nahe [21], zB eine bessere Erholung und ein geringeres Ermüdungsgefühl [22].
- Magen-Darm-Entzündungen. Dass Bromelain Entzündungsstoffe im Körper reduziert, könnte auch gegen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen helfen: In Laborversuchen an menschlichem Darmgewebe reduzierte Bromelain bestimmte entzündungsfördernde Zytokine [23].
- Nach Operationen. Seine abschwellenden und schmerzlindernden Effekte sowie seine Wirkung auf Entzündungsmarker machen Bromelain zu einem beliebten Mittel zur Heilungsunterstützung nach OPs. Nicht nur, wenn es um die Weisheitszähne geht: Bei Patient*innen mit Gesichts-Trauma wirkte Bromelain abschwellend und es wurden weniger entzündungshemmende Medikamente benötigt [24]. Bei Patient*innen nach einer OP zum Hüftgelenkersatz führte die Gabe von Bromelain vor und nach der OP zu um 32 % niedrigeren Entzündungsmarkern [25]!

Bromelain wird u. a. bei Gelenkentzündungen sowie zur Unterstützung der Heilung und Abschwellung nach Sportverletzungen eingesetzt.
5. Dosierung und Einnahme von Bromelain bei Entzündungen
Möchtest du die Wirkung von Bromelain gegen Entzündungen optimal nutzen, fragst du dich jetzt sicher: Wie viel Bromelain ist sinnvoll, wie lange sollte ich es idealerweise einnehmen – und gibt es andere pflanzliche Enzyme oder Vitalstoffe, die synergistisch wirken können? Hier der Überblick.
Dosierung: Wie viel Bromelain ist optimal?
In klinischen Studien wurden bei Entzündungen der Gelenke bis zu 1890 Milligramm pro Tag genutzt [26]. Doch auch bereits bei der Einnahme von 400 Milligramm Bromelain pro Tag traten bei Gelenkschmerzen und akuten Kniebeschwerden in Studien deutliche Verbesserungen auf [27] – die schmerzlindernden Effekte waren allerdings bei der höheren Dosis höher.
Konkret: Eine Dosis von 500 bis 1000 Milligramm Bromelain täglich ist ein sinnvoller Mittelwert, der auf Forschungsdaten basiert. Unser Bromelain Enzym Komplex liefert 800 Milligramm Bromelain pro Tagesdosis.
Wie lange sollte ich Bromelain gegen Entzündungen einnehmen?
Bisher gibt es keine festgelegte Zeitspanne für die Einnahme von Bromelain gegen entzündliche Zustände im Körper. Denn: Entzündungen können unterschiedlich stark, sowie akut oder chronisch sein.
- Für akute Entzündungen, zB nach einer Weisheitszahn-OP, ist laut Studien eine Einnahme von insgesamt sieben Tagen nach der Zahn-OP effektiv [28] [29].
- Zur unterstützenden Behandlung chronischer Entzündungen (zB Arthrose) wurde Bromelain über drei Wochen eingenommen [26].
Schließe dich am besten mit deinem behandelnden Arzt oder deiner behandelnden Ärztin kurz, wenn du Bromelain bei Entzündungen einnehmen möchtest.
Kann ich Bromelain für eine bessere Wirkung mit anderen Stoffen kombinieren?
Grundsätzlich: Ja. Es gibt tatsächlich einige Enzyme und Vitalstoffe, die in der Kombination mit Bromelain synergistisch wirken.
Bromelain & Papain
Beide sind Proteasen, also Enzyme, die Eiweiße aufspalten können. Und: Beide wirken sowohl antioxidativ als auch entzündungshemmend.
- Erste Studien zeigen, dass die Kombination von Bromelain und Papain bei Darmentzündungen die entzündlichen Marker und oxidativen Stressmarker signifikant senkt [30].
- Bei Knochenbrüchen im Bereich des Handgelenks, reduzierte die Gabe eines Enzympräparats mit Bromelain, Papain, Vitamin C und Rutin die Schwellungen besser, als Diclofenac [31] – und das ohne Nebenwirkungen.
Formuliert mit Bromelain, Papain, Rutin und Quercetin aus Schnurbaum-Extrakt, sowie Weihrauch-Extrakt und Vitamin C ist der COSPHERA Bromelain Enzym-Komplex einzigartig in seiner Zusammensetzung und Dosierung.
Bromelain & Quercetin
Quercetin gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen und ist für seine antioxidativen, entzündungshemmenden und immunmodulierenden Eigenschaften bekannt [32]. Weil Quercetin nachweislich zB gegen Autoimmunerkrankungen helfen kann und Entzündungsreaktionen hemmt [33], ist die Kombination mit Bromelain sinnvoll. Erste Studien zeigen, dass die gemeinsame Gabe von Quercetin, Bromelain und Vitamin C mögliche Vorteile bei der Behandlung von COVID-19 hat, weil sie immunmodulierend wirkt [34].
Gut zu wissen: Die Kombination dieser beiden Stoffe ist auch deshalb so beliebt, weil Bromelain die Bioverfügbarkeit von Quercetin um bis zu 80 % erhöht, ähnlich wie Vitamin C.
Bromelain & Rutin
Rutin ist ebenfalls ein natürlicher Pflanzenstoff – und sehr eng mit Quercetin verwandt: Eigentlich handelt es sich bei Rutin nämlich schlicht um Quercetin mit einem Zuckermolekül. Dieser kleine, aber feine Unterschied beeinflusst die Wirkung von Rutin im Körper. Es wirkt ebenfalls entzündungshemmend, beeinflusst aber andere Signalwege im Körper.
Die Kombination von Rutin und Bromelain ist vor allem bei Gelenkentzündungen beliebt und effektiv [35]. Auch Laborstudien auf Zellebene zeigen, dass Rutin die Wirkung bestimmter Entzündungsstoffe hemmt und so Entzündungsreaktionen abmildert [36].
Bromelain richtig einnehmen: Das solltest du beachten
Damit pflanzliche Enzyme gegen Entzündungen im Körper wirksam werden können, ist eines besonders wichtig: Sie müssen ‘systemisch’ wirken – das heißt, in den Blutkreislauf gelangen. Damit das passiert, solltest du sie auf nüchternen Magen einnehmen. Hier sind die wichtigsten Regeln:
- Nehme Enzym-Präparate auf leeren Magen ein. So gelangen sie in den Blutkreislauf, statt bloß für die Verdauung verwendet zu werden.
- Achte auf eine magensaftresistente Formulierung. Das stellt sicher, dass die Enzyme den Magen passieren und dabei nicht ihre Aktivität verlieren.
- Verzichte auf die Einnahme mit heißen Getränken. Enzyme sind hitzeempfindlich. Hohe Temperaturen können sie inaktiv werden lassen, bevor sie wirksam werden.
- Trinke ausreichend Flüssigkeit zur Einnahme, zB lauwarmes Wasser. So können sich die Enzyme optimal im Körper ausbreiten, ohne zu verklumpen.
Und: Verwende ein Produkt mit hoher Enzym-Aktivität. Achte dabei auf die FIP-Aktivität als Vergleichswert, nicht die Milligramm-Angabe. Präparate mit einer hohen FIP-Aktivität enthalten mehr aktive Enzyme pro Einheit.
6. Welche Nebenwirkungen haben Enzyme gegen Entzündungen?
Pflanzliche Enzyme wie Bromelain gelten im Allgemeinen als gut verträglich. In Studien wurden bei sehr hohen Dosierungen lediglich vereinzelt Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Durchfall beobachtet.
Vorsicht ist allerdings geboten, wenn du
- eine Ananas-Allergie hast, denn hier ist Bromelain kontraindiziert
- Blutgerinnungsstörungen hast oder Blutverdünner einnimmst, da Bromelain gerinnungshemmend wirkt
- dich bald einer Operation unterziehst, weil (wie schon erwähnt) Bromelain die Blutgerinnung beeinflussen kann
- schwanger bist oder stillst – dazu liegen zu wenige Daten vor
Bromelain kann darüber hinaus mit bestimmten Medikamenten in Wechselwirkung treten. Dazu gehören Antibiotika und Gerinnungshemmer. Generell gilt: Falls du Medikamente einnimmst, hole dir ärztlichen Rat ein, bevor du mit der Einnahme von Bromelain beginnst.
Fazit: Natürliche Hilfe durch Enzyme gegen Entzündungen
Wie pflanzliche Enzyme effektiv helfen können, Entzündungen zu mildern, haben wir dir in diesem Artikel gezeigt. In Kürze: Weil sie bestimmte Eiweiße spalten, die an Entzündungsprozessen beteiligt sind, wirken Enzyme wie Bromelain abschwellend, schmerzlindernd und senken die Produktion von Entzündungsstoffen. Viele Studien zeigen: Ihre Effekte sind mit denen klassischer Entzündungshemmer vergleichbar – oder übertreffen diese sogar. Zur Sicherheit empfehlen wir, vor der Enzymtherapie ärztliche Rücksprache zu halten.
Jetzt entdecken: Der pflanzliche Bromelain Enzym Komplex von COSPHERA mit Quercetin, Rutin, Weihrauch-Extrakt und Papain in magensaftresistenter Kapsel.
[1] Chakraborty, A. J., Mitra, S., Tallei, T. E., Tareq, A. M., Nainu, F., Cicia, D., Dhama, K., Emran, T. B., Simal-Gandara, J., & Capasso, R. (2021). Bromelain a Potential Bioactive Compound: A Comprehensive Overview from a Pharmacological Perspective. Life, 11(4), 317. https://doi.org/10.3390/life11040317
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