1. Was ist Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure oder Hyaluronan (oft einfach „Hyaluron“ genannt) ist, chemisch gesehen keine Säure, sondern ein Salz.

Dieses Salz trägt den Namen „Natriumhyaluronat (engl.: „Sodium Hyaluronate“). In Wirklichkeit handelt es sich um ein Polysaccharid (langkettiger Mehrfachzucker), dessen einzelne Glieder aus zwei Bausteinen bestehen: Glucuronsäure und Acetylglucosamin.

Man kann sich Hyaluronsäure vorstellen wie eine sehr lange Kette aus speziellen Zuckermolekülen.

Je nachdem wie lange diese Ketten sind unterscheidet man „hochmolekulare Hyaluronsäure“ und „niedermolekulare Hyaluronsäure“.

Die Größe der Moleküle, das sogenannte „Molekulargewicht“, wird in der Einheit kDa (Kilodalton) angegeben. So spricht man beispielsweise von niedermolekularer Hyaluronsäure bei ca. 1.000 kDa und darunter. Hochmolekulare Qualitäten können bis in die Millionen kDa gehen.

2. Wie wird Hyaluronsäure gewonnen?

Früher war es ausschließlich möglich Hyaluronsäure tierisch zu gewinnen. Meist aus Hahnenkämmen. Dieses Verfahren kommt zwar heutzutage noch vereinzelt zum Einsatz, ist jedoch aus ethischen Gründen fragwürdig und nicht mehr zeitgemäß. Außerdem bringt es den Nachteil mit sich, dass tierische Hyaluronsäure nicht 100-prozentig aufgereinigt werden kann. Sie enthält somit noch Spuren der tierischen Ursprungsproteine und kann zu allergischen Reaktionen und Unverträglichkeiten führen.

Heutzutage wird Hyaluronsäure überwiegend biotechnologisch, mittels Fermentation, in höchster Reinheit hergestellt. Auf diese Weise kann auch schon bei der Produktion das gewünschte Molekulargewicht festgelegt werden. Die COSPHERA Hyaluronsäure Kapseln enthalten Hyaluronsäure, die aus fermentiertem Mais gewonnen wurde.

3. Wie wirkt Hyaluronsäure im Körper?

Der größte Teil an Hyaluronan, der natürliche Wasserspeicher des Körpers, findet sich in unserer Haut, und zwar vor allem im Raum zwischen den Zellen – in der sogenannten intrazellulären Matrix (ECM).

Dort wird sie von Membranproteinen, mittels Enzymen, gebildet und ist zusammen mit anderen Faktoren verantwortlich für

  • die Wundheilung,
  • das Zellwachstum,
  • die Erhaltung der Elastizität und Feuchtigkeit der Haut.

Eine wichtige Rolle spielt Hyaluronsäure auch in unseren Knorpeln und in unserer Gelenkschmiere.

Bei den Gelenken sorgt ihre unvergleichliche Fähigkeit Wasser zu binden dafür, dass die Knorpelsubstanz, prall und intakt bleibt.

Das Wasser des Glaskörpers unserer Augen ist ebenso durch ca. zwei Prozent Hyaluronsäure gebunden. Dies ist wichtig für den Augendruck und somit für eine optimale Sehfunktion. Auch für eine ausreichende Befeuchtung der Augen ist Hyaluron unerlässlich. Es ist Teil des natürlichen Tränenfilms und wird deshalb oft in hochwertigen Augentropfen verwendet, um die Augen auf natürliche Weise langanhaltend zu befeuchten.

Mit zunehmendem Altem nimmt die körpereigene Hyaluronproduktion ab und einhergehend damit vermindert sich die Wasserspeicherfähigkeit der Haut. Die Folgen davon sind eine weniger „prallegefüllte“ und straffe Haut, was zu Falten, verminderter Elastizität, oder auch Bindegewebsschwäche führt.

Auch unser Bewegungsapparat kann durch eine Abnahme an Hyaluronsäure leiden. Dadurch, dass weniger Flüssigkeit in den Knorpeln und der Gelenksschmiere gehalten werden kann, ist die „stoßdämpfende Wirkung“ weniger ausgeprägt. Die Reibung im Gelenk ist somit erhöht und eine vermehrte Abnutzung, Schäden, oder gar Arthrose können entstehen.

4. Was passiert bei einem Hyaluron-Mangel?

Ein Mangel an Hyaluronsäure im Körper kann sich durch folgende Probleme äußern:

  • Trockene Haut
  • Faltenbildung & Hautalterung
  • Verminderter Tonus der Haut
  • Verlust der Hautelastizität
  • Bindegewebsschwäche
  • Gelenkserkrankungen (Arthrose)
  • Verschlechterung der Sehkraft
  • Trockene Augen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

5. Wie kann man Hyaluronsäure zuführen?

Hyaluronsäure kann über die Nahrung aufgenommen werden. In geringeren Mengen kommt sie in Sojabohnen, Oliven, stärkehaltigen Wurzeln, frischem Obst und Gemüse vor. Ansonsten ist sie vor allem in Fleisch und Geflügel, insbesondere in den Knochen enthalten. Durch Auskochen kann man sie ideal gewinnen (zB Hühnersuppe).

Aber nicht nur die direkte Zuführung von Hyaluron ist bedeutsam, sondern auch die Unterstützung der körpereigenen Hyaluronsynthese, bzw. der Hemmung des natürliche Hyaluronsäureabbaus. Hier sind vor allem die Elemente Zink und Magnesium wichtig, sowie Vitamin C und bestimmte Bioflavonoide.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse wirkt sich also indirekt auch positiv auf unseren körpereigenen Hyaluronhaushalt aus.

Überdies kann eine zusätzliche Aufnahme durch unsere COSPHERA Hyaluronsäure Kapseln den Hyalurongehalt in unseren Zellen boosten und sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken.

Besonders wenn man etwas im Bereich Anti-Aging für sich tun möchte, oder gar bereits erste unerwünschte Anzeichen der Hautalterung bemerkt, ist es von Vorteil auf eine zusätzliche Zuführung von Hyaluronsäure zu denken.

6. Hyaluronsäure in der Hautpflege

In der Kosmetik finden unterschiedlichste Polysaccharide sehr häufig Verwendung. Viele davon können Wasser binden und werden als Verdickungsmittel und „Geldbildner“ verwendet (zB. Xanthan).

Hyaluronsäure vermag es jedoch bis zum 1000-fachen ihres Eigengewichts an Wasser zu halten und stellt damit andere Gelbildner in den Schatten.

Jedoch muss man hier die Wirkung von hoch- und niedermolekularer Hyaluronsäure unterscheiden:

Unterschied zwischen hoch- und niedermolekularer Hyaluronsäure

Hochmolekulare Hyaluronsäure

Hochmolekulare Hyaluronsäure besteht aus besonders langkettigen Molekülen. Sie ist ein hervorragender Gelbildner und vermag bis das 1000-fache ihres Eigengewichts an Wasser zu binden. Andere Gelbildner bilden auf der Haut, einen folienartigen Film aus der einen hautspannenden Effekt hinterlässt. Das kann als etwas unangenehm empfunden werden.

Hyaluronsäure macht dies aufgrund ihrer speziellen Struktur jedoch nicht. Sie bindet viel Feuchtigkeit, hält diese für lange Zeit und hinterlässt dabei ein angenehm weiches Hautgefühl. Fältchen werden auf diese Weise minimiert, da eine Erhöhung der Hautfeuchtigkeit zu einer pralleren, strafferen und elastischeren Hautstruktur führt.

Niedermolekulare Hyaluronsäure

Niedermolekulare Hyaluronsäure ist wesentlich kleiner, d.h. ihre Kettenlänge ist viel geringer. Sie hat dadurch kaum gelbildende Eigenschaften. Dadurch kann sie tiefer in die äußeren Hautschichten eindringen. Weiters vermag sie es sich an das Keratin der Hautzellen zu heften und dort langfristig Wasser zu speichern. So bilden sich in der Haut kleine „Wasserreservoirs“, welche die Struktur von innen her auffüllen und so von unten nach oben zu einer Faltenglättung führen.

Gute Produkte enthalten eine ausgewogene Mischung

Wird hoch- und niedermolekulare Hyaluronsäure in einem Produkt kombiniert, kann die Feuchtigkeitssteigerung an der Hautoberfläche und im Inneren die Hautstruktur signifikant verbessert werden.

So wird

  • die Hautfeuchtigkeit besonders nachhaltig gesteigert und
  • kleine Fältchen rasch und sichtbar reduziert.

Darum setzen wir in unseren Hyaluron Performance und Vitamin C Performance Produkten auf eine Kombination von hoch- und niedermolekularer Hyaluronsäure in einem bestimmten Verhältnis, um optimale Ergebnisse zu erzielen und gleichzeitig angenehme, weiche Produkttexturen zu garantieren.

Des Weiteren gilt Hyaluronsäure als besonders verträglich, da sie eine körperverwandte Substanz ist. Wird Hyaluronsäure hoher Qualität verwendet, kommt es fast nie zu Unverträglichkeiten.

Sie

  • unterstützt außerdem die Wirkung von Antioxidantien und
  • weist eine anti-entzündliche und wundheilende Wirkung auf.

Hyaluronsäure wird daher zB auch in After-Shave-Produkten eingesetzt, um kleineren Schnittverletzungen und Hautreizungen entgegenzuwirken.