5 häufige Hautprobleme und was du effektiv gegen sie tun kannst!

Wer unter starken Rötungen oder Akne leidet, kennt die mitleidigen oder verletzenden Blicke anderer, die ungewollten Ratschläge, die Scham. Der morgendliche Blick in den Spiegel tut weh – und wird irgendwann ganz vermieden.

Hautprobleme im Gesicht können deshalb so belastend sein, weil wir unser Gesicht im Alltag nicht so leicht verstecken können (den von der Maske verdeckten Teil einmal ausgenommen).

Make-Up ist leider oft keine Lösung, denn es kann die Symptome noch verschlimmern.

Wir stellen dir in diesem Artikel 5 häufige Hautprobleme vor und zeigen dir, wie du mit einem ganzheitlichen Ansatz deine Hautgesundheit unterstützen kannst. Denn in der Forschung besteht kein Zweifel daran: Ernährung, Lebensstil und Hautpflege sind gemeinsam für eine gesunde Haut in Balance verantwortlich. Jetzt aber los!

Disclaimer: Dieser Artikel ersetzt keinen ärztlichen Rat. Belastende Hautprobleme solltest du im Zweifel mit deiner Dermatologin oder deinem Dermatologen klären.

Hautproblem Nr. 1: Unreinheiten und Akne

Akne Vulgaris gehört zu den weltweit am häufigsten auftretenden Hautkrankheiten. Das Problem: Pickel und Unreinheiten werden oft mit der Pubertät assoziiert. Das macht es Erwachsenen, die unter Akne leiden, oft noch schwerer, sich mit ihrer Situation zu arrangieren.

Was viele nicht wissen: Akne im Erwachsenenalter ist keine Seltenheit. Unter Frauen und Männern mit einem Alter von mehr als 25 Jahren sind bis zu 54 % von verschiedenen Formen von Spätakne betroffen [1].

So zeigt sich Akne:

Ölige Haut, Mitesser, verstopfte Poren, eitrige Pickel und Entzündungen in verschiedenen Schweregraden sind typische Anzeichen für Akne.

Ursachen für Spätakne [2]:

  • Stress. In vielen Forschungen konnte der Zusammenhang zwischen Stress und dem Entstehen von Unreinheiten gezeigt werden. Unser Körper reagiert auf Stress mit einer vermehrten Produktion von männlichen Geschlechtshormonen (den Androgenen). Das regt die Talgproduktion an und kann Unreinheiten begünstigen.
  • hormonelles Ungleichgewicht. Nicht nur in der Pubertät, wenn die Testosteronlevel bei jungen Männern Achterbahn fahren, kann die gestörte Hormonbalance Hautprobleme und Pickel verursachen. Bei Frauen können hormonelle Schwankungen im Zyklus, nach dem Absetzen der Pille und in den Wechseljahren zu Akne-Ausbrüchen führen.
  • falsche Pflege: Bei der Wahl von Gesichtspflegeprodukten ist es besonders wichtig, auf nicht komedogene Inhaltsstoffe zu achten. Damit ist gemeint, dass diese nicht die Poren verstopfen. Verwende eine passende Pflege, die für zu Akne neigende Haut geeignet ist. Dazu gleich mehr.
  • Veranlagung. Deine Eltern und/oder Geschwister haben oder hatten Akne? Dann ist es leider wahrscheinlicher, dass auch deine Haut zur Ausbildung von Unreinheiten neigt. Die gute Nachricht: Auch, wenn dies der Fall ist, lässt sich Akne mit den richtigen Wirkstoffen in den Griff bekommen.
  • Ernährung und Darmflora. Sowohl der Konsum bestimmter Milchprodukte, als auch Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (zB Kartoffeln und Weißmehl, die den Blutzucker schnell und hoch ansteigen lassen) und eine gestörte Darmflora wurden in Studien mit dem Entstehen von Akne in Verbindung gebracht.

Was du effektiv tun kannst:

  • Verwende die richtige Dosis an Wirkstoffen wie Retinol und Vitamin C in deiner Hautpflege. Sie wirken klärend, entzündungshemmend und talgregulierend. Retinol gilt in der Dermatologie als Gold-Standard in der Akne-Behandlung [2], weil es zusätzlich die Zellregeneration ankurbelt und so für einen ebenmäßig reinen Teint sorgt.
  • Wähle eine leichte Gesichtscreme mit effizienten Feuchtigkeitsspendern wie Hyaluron. Dieser Beauty-Booster hilft, die Wasserspeicher deiner Haut wieder aufzufüllen. Als echtes Pflege-Leichtgewicht hinterlässt Hyaluronsäure dabei keinen fettigen Film auf der Haut – yes!
  • Finger weg! Wenn die Pickel sprießen, kostet es zwar einige Überwindung, nicht auf eigene Faust daran herumzudrücken. Aber: So werden die Hautprobleme noch verstärkt, da Narben entstehen können oder die tieferliegende Entzündung sogar ins umliegende Gewebe verschoben wird. Ein großes No-No!
  • Vermutest du hormonelle Ursachen für deine Akne, kannst du versuchen, dein Hormongleichgewicht auf natürliche Weise mit Frauenkräutern wie Mönchspfeffer zu unterstützen.

Mehr Tipps gefällig? Lies’ unseren Artikel zu hormoneller Akne auf unserem Blog!

Hautproblem Nr. 2: Periorale Dermatitis

Sie tritt hauptsächlich in der Mundpartie auf und betrifft vor allem Frauen bis zur Mitte des vierten Lebensjahrzehnts, die gerne und viel Kosmetika verwenden. Periorale Dermatitis (oder, wie sie auch heißt: Mundrose, mehr unter Überpflegte Haut) ist nicht ansteckend und auch nicht chronisch. Deshalb ist sie für Betroffene allerdings nicht weniger belastend.

So zeigt sich überpflegte Haut:

Anzeichen für periorale Dermatitis sind gerötete Hautstellen rund um den Mundbereich, die oft kleine Bläschen oder Pusteln enthalten [4].

Ursachen für überpflegte Haut:

  • Überpflege. Zu viel Pflege sorgt für eine Überfeuchtung und lässt die Haut aufquellen. Paradoxerweise wird dadurch die hauteigene Fähigkeit zur Feuchtigkeitsspeicherung beeinträchtigt. Die Haut trocknet aus und wird anfälliger für Keime [5].
  • Weitere Faktoren sind UV-Strahlung, Stress, Ernährung, eine gestörte Darmflora und die Verwendung cortisonhaltiger Cremes. Die genauen Zusammenhänge sind in der Forschung allerdings noch nicht abschließend geklärt.

Was du effektiv tun kannst:

  • Erst einmal nichts – außer: Wasser an deine Haut lassen. Bei überpflegter Haut ist eine Gesichtspflege-Routine mit zehn Steps und ebenso vielen Produkten eine denkbar schlechte Idee, wenn du weitere Hautprobleme vermeiden willst. Das Motto lautet ‘Back to Basics’. Und das heißt konkret: Nulltherapie. Lasse nichts außer Wasser an dein Gesicht, bis die Mundrose vollständig abgeheilt ist.
  • Hautpflege überdenken. Ist alles wieder im Lot? Dann gilt es, aus alten Fehlern zu lernen. Probiere es mit einer minimalistischen Hautpflege aus milder Reinigung, hochdosiertem Serum und einer leichten, hautberuhigenden Creme mit Hyaluronsäure.

Hautproblem Nr. 3: Rötungen im Gesicht

Man hat ihn schon oft gehört, diesen Spruch: “Die Haut ist der Spiegel der Seele.” Wenn deine Haut sich allerdings entscheidet, bereits auf kleinste Veränderungen des Status Quo mit starken Rötungen zu reagieren, kann das ziemlich an die Substanz gehen. Noch nerviger wird es, wenn Außenstehende versuchen, Frauen mit Rötungen im Gesicht aufzumuntern, weil sie auf diese Weise ja auf Rouge verzichten können (!). Nein, und nochmals nein. Was hilft also?

So zeigen sich Rötungen im Gesicht:

Bevor wir uns im Kreis drehen, sprechen wir an dieser Stelle besser von Symptomen.

Zu Rötungen neigende Haut geht oft mit einem unangenehmen Hautgefühl, erweiterten Blutgefäßen im Gesicht und Überempfindlichkeitsreaktionen auf Stress, Temperaturveränderungen, scharfe Speisen und Pflegemittel einher.

Ursachen für Rötungen im Gesicht [6]:

  • empfindliche Haut und eine geschwächte Hautbarriere: Hinter Hautrötungen steckt oft eine sehr empfindliche Haut, die auf äußerliche Reize höchst sensibel reagiert
  • UV-Licht: Gerötete Haut kann auch durch zu viel Sonne ausgelöst werden – der typische Sonnenbrand eben.
  • starke Hitze oder Kälte: Plötzliche Temperaturveränderungen oder Hitzewallungen können dazu führen, dass sich die Blutgefäße im Gesicht erweitern und es zum Erröten kommt.
  • Stress und intensive Gefühle: Stressige oder peinliche Situationen und intensive Gefühle wie Wut oder Scham können ebenfalls für Hautprobleme in Form von geröteten Wangen sorgen.

Was du effektiv tun kannst:

  • Vorsicht ist besser als Nachsicht. Das hat zwar schon Oma gesagt, aber es ist immer noch wahr. In diesem Fall heißt das: Verwende eine barrierestärkende Hautpflege ohne Reizstoffe, um Rötungen zu mildern und deine Haut nachhaltig zu beruhigen. In unserer Clean Beauty Skincare setzen wir auf milde Hyaluronsäure und Pflege-Wunder wie Squalan.
  • Trigger identifizieren: Die Ursachen für Rötungen im Gesicht sind ziemlich individuell. Versuche, deine Haut zu beobachten und Situationen (zB Saunagänge und den Verzehr scharfer Gerichte) zu vermeiden, durch die Hautprobleme und Hautrötungen verschlimmert werden können.

Hautproblem Nr. 4: Trockene, dehydrierte Haut

Zu wenig Feuchtigkeit, ein fahler Teint – und, das überrascht vielleicht: ein fettiger Glanz auf der Haut – können zu den Merkmalen gehören, dass deine Haut dehydriert ist. Die tieferliegenden Ursachen sind meist eine gestörte Hautbarriere und ein damit einhergehender, durcheinander geratener Feuchtigkeitshaushalt der Haut [7].

So zeigt sich dehydrierte Haut:

Trockenheitsfältchen rund um die Augen- und Nasenpartie, ein müder Teint und unangenehme Spannungsgefühle können auf dehydrierte Haut hinweisen.

Weil die Haut den Mangel an Feuchtigkeit in vielen Fällen mit einer vermehrten Talgproduktion auszugleichen versucht, kann auch ölige Haut, die sich trocken anfühlt, ein Zeichen für feuchtigkeitsarme Haut sein.

Ursachen für feuchtigkeitsarme, dehydrierte Haut:

  • geringe Luftfeuchtigkeit. Ist die Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft gering, verdampft mehr Wasser über die Hautoberfläche nach außen ab, der sogenannte transepidermale Wasserverlust ist erhöht.
  • Jahreszeit & Klima. Sehr heiße Temperaturen in Verbindung mit einem trockenen Klima können ebenfalls Hautprobleme begünstigen: Die Haut verliert mehr Wasser, als aus den tieferen Hautschichten nachkommen kann.
  • falsche Pflege. Lange Duschen mit hohen Temperaturen und die Verwendung von Pflegemitteln mit reizenden Inhaltsstoffen können das gesunde Gleichgewicht der Hautbarriere empfindlich stören. Die Hautbarriere wird durchlässiger und kann Feuchtigkeit nicht mehr so gut speichern – die Haut dehydriert.

Was du effektiv tun kannst:

  • Versorge deine Haut mit Feuchtigkeit. Das ist naheliegend. Bei der Wahl der richtigen Pflege für feuchtigkeitsarme Haut solltest du allerdings auf milde, beruhigende Inhaltsstoffe achten. Unser Geheimtipp für pralle, von innen aufgepolsterte Haut ist hydratisierende Hyaluronsäure. Sie kann das 1000-fache ihres eigenen Gewichts an Feuchtigkeit speichern!
  • Nähre deine Haut mit rückfettenden Lipiden. Unsere lindernde Hyaluron Creme enthält Bio-Sheabutter. Die darin vorhandenen Omega-Fettsäuren wirken stärkend auf die Hautbarriere – eine wichtige Voraussetzung, um Hautprobleme zu verhindern. Ein weiterer Freund gesunder Haut ist Squalan, ein natürlicher Bestandteil des Hydrolipidfilms unserer Haut, den wir ebenfalls in unserer Hyaluron Creme verwenden.
  • Achte beim Duschen und Waschen auf eine milde Wassertemperatur, um deine Hautbarriere nicht zusätzlich zu strapazieren.

Hautproblem Nr. 5: Falten, Linien und reife Haut

Wir finden: Älterwerden ist etwas Schönes. Denn es bedeutet ja gleichzeitig auch, dass wir viele schöne Erfahrungen machen, unser Leben in vollen Zügen genießen und immer mehr mit uns selbst ins Reine kommen. Da sollten wir uns von ein paar Fältchen gar nicht stören lassen. Trotzdem stehen viele Frauen (und Männer) Falten und den Anzeichen reifer Haut eher gemischt gegenüber. Deshalb hier unsere Tipps.

So zeigt sich reife Haut:

Reife Haut wirkt oft trocken. Um Augen, Mund und Stirn zeigen sich Fältchen. Mit der Zeit können an besonders häufig bewegten Hautstellen Mimikfalten entstehen oder sich verstärken.

Ursachen für Falten & reife Haut:

  • UV-Strahlung: Schädliche Sonnenstrahlen verursachen oxidativen Stress und sind für bis zu 80 % der sichtbaren Zeichen der Hautalterung verantwortlich.
  • Umweltgifte: Muss sich unsere Haut mit verschmutzter Luft auseinandersetzen, haben es freie Radikale leichter, unsere Zellen anzugreifen. In Verbindung mit Sonneneinwirkung ist das besonders fatal.
  • Veranlagung: Im Vergleich mit anderen Hauttypen, entstehen Falten bei Menschen mit heller und empfindlicher Haut tendenziell früher.
  • biologische Prozesse im Körper: Mit dem Alter nimmt die Produktion von Hyaluronsäure, Elastin und Kollagen ab. Das führt zur Abnahme der Hautelastizität, der Fähigkeit zur Feuchtigkeitsspeicherung und der Festigkeit der Haut.

Was du effektiv tun kannst:

  • Sonnenschutz. Der vielleicht wichtigste Tipp, um vorzeitige Hautalterung zu verhindern, ist die tägliche (!) Verwendung von Sonnencreme – ohne Kompromisse.
  • antioxidative Pflege. Antioxidantien schützen die Haut vor den Auswirkungen von oxidativem Stress, verhindern Hautprobleme durch Zellschäden und zögern auf diese Weise die Hautalterung heraus [8]. Besonders potente Antioxidantien sind Vitamin C, Resveratrol und Retinol (eine Vitamin-A-Form).
  • Hyaluronsäure von innen und außen. Die magische Anti-Aging Wirkung von Hyaluron hat ihm einen exzellenten Ruf in der Beauty-Welt eingebracht. Der hydratisierende Alleskönner wird in Seren und Anti-Aging-Cremes für seinen Glow-Effekt eingesetzt. Mit hochdosierten Hyaluron Kapseln wird zusätzlich eine Wirkung von innen erzielt.

Fazit: Mit den richtigen Wirkstoffen lassen sich viele Hautprobleme effektiv lösen!

Als Hersteller von mit Experten formulierter Wirkstoffkosmetik sind wir überzeugt: Eine optimale Dosis ausgewählter Inhaltsstoffe ist die Grundvoraussetzung für zielgerechte Hautpflege, die effektiv Hautprobleme vermeiden und lösen kann.

Wir setzen in unserer Gesichtspflege auf das unschlagbare Trio Retinol, Hyaluronsäure und Vitamin C. In unseren Formulierungen ergänzen wir diese potenten Wirkstoffe mit weiteren kostbaren Hautschmeichlern wie Bio-Sheabutter, Bio-Traubenkernöl und Squalan.

Jetzt unsere dermatologisch getestete Kosmetik entdecken!

[1] Cordain L, Lindeberg S, Hurtado M, Hill K, Eaton SB, Brand-Miller J. Acne Vulgaris: A Disease of Western Civilization. Arch Dermatol. 2002;138(12):1584–1590. doi:10.1001/archderm.138.12.1584

[2] Zeichner, Joshua A et al. “Emerging Issues in Adult Female Acne.” The Journal of clinical and aesthetic dermatology vol. 10,1 (2017): 37-46.

[3] Leyden, James et al. “Why Topical Retinoids Are Mainstay of Therapy for Acne.” Dermatology and therapy vol. 7,3 (2017): 293-304. doi:10.1007/s13555-017-0185-2

[4] Searle, T., Ali, F.R. and Al-Niaimi, F. (2021), Perioral dermatitis: Diagnosis, proposed etiologies, and management. J Cosmet Dermatol, 20: 3839-3848. https://doi.org/10.1111/jocd.14060

[5] Wollenberg, A., Bieber, T., Dirschka, T., Luger, T., Meurer, M., Proksch, E., Schön, M.P., Schwarz, T., Thaçi, D., Zuberbier, T. and Werfel, T. (2011), Perioral dermatitis. JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 9: 422-427. https://doi.org/10.1111/j.1610-0387.2010.07329.x

[6] Hannah-Shmouni, Fady et al. “Flushing in (neuro)endocrinology.” Reviews in endocrine & metabolic disorders vol. 17,3 (2016): 373-380. doi:10.1007/s11154-016-9394-8

[7] Pons-Guiraud, A. (2007), Dry skin in dermatology: a complex physiopathology. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 21: 1-4. https://doi.org/10.1111/j.1468-3083.2007.02379.x

[8] Humbert, Philippe et al. "Vitamin C, Aged Skin, Skin Health". Vitamin C - an Update on Current Uses and Functions, edited by Jean LeBlanc, IntechOpen, 2018. 10.5772/intechopen.81268.